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The Elephant King“ spielt in Thailand, genauer gesagt in Chiang Mai, das man wegen seiner landschaftlichen Schönheit auch „Rose des Nordens“ nennt. Regisseur Seth Grossmann, war so fasziniert von der Atmosphäre des Ortes, dass er ihn als Kulisse für seinen ersten Langfilm wählte. Es geht darin um zwei grundlegend verschiedene Brüder: Der jüngere Oliver (Tate Ellington) lebt introvertiert und depressiv bei den Eltern in den USA, der ältere Jake (Jonno Roberts) genießt einen exzessiven Lebenswandel in Thailand. Er will dem Kleinen bei dessen Besuch demonstrieren, dass man sich als Tourist mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche prima in sein ganz eigenes, selbst gekauftes Paradies flüchten kann. Doch Oliver ist nicht so abgebrüht wie sein Bruder, sodass das Aufeinandertreffen der beiden nicht ganz so harmonisch verläuft, wie sie sich es vorgestellt haben.
Abgesehen von der außergewöhnlichen Stadt, deren Besonderheiten von Kameramann Diego Quemada-Diez („21 Gramm“) eingefangen werden, bestimmt vor allem die klangliche Untermalung die Stimmung des Films. Sie besteht aus einem coolen Mix aus Indie-Musik und Thaicharts, mit Grandaddy als Headlinern.
Darstellerisch spielt sich neben der alten Häsin Ellen Burstyn, die als Mutter der beiden Brüder zu sehen ist, vor allem Tate Ellington als unbekanntes Gesicht in den Vordergrund: Er verleiht seiner Rolle eine überwältigende, da authentische Sensibilität, die einen tief berührt. Vollkommen verdient bekam er für seine Leistung einen kleinen Filmpreis als bester Darsteller. Das gesamte Werk darf man unbestritten ein poetisches Filmjuwel nennen, das nur durch seinen leider allzu banalen Schluss ein wenig an Glanz verliert.
Vanessa Pape, film.de Redaktion
- Film.de Bewertung:
- Kritik vom 03.06.2008
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